Für Künstlerinnen und Kunsthandwerker stellt sich regelmäßig die Frage, wie und wo sie ihre Arbeiten verkaufen können. Das »kontor« in Schwerin ist ein ganz besonderer Ort, an dem echte Begegnung möglich ist. Er war am Anfang unserer Arbeit der zentraler Raum für Gespräche, Tagungen und Meinungsverschiedenheiten. Der Verein sieh+mal unterstützte Kunstschaffende mit einem Professionalisierungsprojekt. Daraus entstand ein spannendes Unternehmen, welches Freischaffenden in ihrem Werkstätten und Ateliers beraten hat. Es wurden Endpreise von Tassen und Holzschnitten kalkuliert, fiese Steuern berechnet und die Lebenshaltungskosten Einzelner analysiert und »abgewogen«. Das war echte Betriebswirtschaft. Irgendwie haben die meisten von uns Spaß an diesen existentiellen Klärungsprozessen gefunden. Plötzlich wurde es leichter, aus Kunst auch ein erfüllendes Geschäft zu machen. Aus dieser Arbeit heraus entwickelte sich später das label »lütt&edel« – künstlerische Souvenirs. (www.luettundedel.de)
Weiter gab es die Idee, auch in Putbus auf Rügen ein Kunstkaufhaus KKK entstehen zu lassen, damit die Künstler vorort unterstützt werden können. Das Haus hatte zwei Jahre Bestand.